Maribor bis Celje:
Frühstück gab's ab 7 Uhr. Bzw. konnte man schon um halb 7 in den Frühstücksraum. Ich packe ja immer schon vor dem Frühstück mein Rad, damit es dann gleich startklar ist. Mein Rad stand über Nacht abgesperrt im Stiegenhaus unter der Treppe zusammen mit 2 anderen Fahrrädern. Die Räder konnten sich also in der Nacht angeregt unterhalten. :-) Oder auch nicht. Und um halb 7 steuerte ich gleich einen Fensterplatz im Frühstücksraum an. Am Himmel hingen tiefschwarze Wolken. NOCH regnete es nicht. Aber ich befürchtete, dass es nicht trocken bleiben wird. Der Wetterbericht meldete schon seit Tagen Regen in der Gegend für heute.
Das Frühstück war reichhaltig und vielseitig. Nur der Kaffee war ein G'schlodder. Man kann halt nicht alles haben. Um 7 Uhr 51 saß ich bereits auf meinem Rad bei 14 °C und - Nieselregen. Vom Stiegenhaus durch den Frühstücksraum, raus aus dem Hotel und gleich nach rechts. Und schon war ich auf der Bundesstraße 430. Ich sah bald die D-1 / EuroVelo 9 -Schilder und verließ die Stadt.
Ab und zu fuhr ich auf dem Radweg neben der Bundesstraße. Aber eigentlich war ich mehr auf der Straße als auf Radwegen unterwegs. Somit konnte ich auch die Infrastruktur der Straßen nutzen - Tankstelle zum Kauf einer weiteren Tasse Kaffee samt Twix, sanitäre Einrichtungen - und fuhr immer wieder durch kleine Ortschaften. Die Bundesstraße 430 war die Devise :-)
Während es in Maribor nur leicht nieselte, wurde aus dem Nieseln teilweise ein penetranter Regen. Bald war meine Regenhose durch und durch nass. Und auch meine Regenjacke hielt dem Dauerregen nicht stand. Kalt war es außerdem.
Es dauerte nicht lang und es begann hügelig zu werden. Ich muss ja immer wieder ÜBEN für meine nächsten Alpenprojekte. Und in der Ebene kann man nicht üben. Also auffi auf den ersten Berg.
Ich kannte die Hochschaubahnfahrt schon vom Vorjahr. Ob bergauf oder bergab, angeschrieben waren 10 %, 12 %, 14 %, 15 %, 18 %. Die 18 % bezweifle ich. Mein Navi zeigte mir maximal 15 % an. Die Anstiege waren immer nur kurz und knackig. Der "Berg des Tages" hatte einen Anstieg von 150 Höhenmetern und führte zu einem netten Lokal. Auch das kannte ich bereits. Leider war es geschlossen. Aber nebenan war ein Bäcker, bei dem ich eine Pizzaecke und eine große Flasche Mineralwasser kaufte. Gastraum gab es keinen. Aber ich fragte die Verkäuferin, ob ich zum essen im Verkaufsraum bleiben durfte.
Frierend, zitternd, triefend verputzte ich meine Pizzaecke (im Stehen). Anschließend fischte ich eine trockene Jacke aus meinem Gepäck und machte einen Jackentausch. Besser halbtrocken als halbnass. Oder so.
Ab der Pizzapause ging's nur noch bergab bis Celje. Dieser letzte Abschnitt war noch einmal richtig schön. Viel Wald, ab und zu eine Ortschaft. Und dazu regnerisches Wetter. Man muss den Regen positiv sehen. Die Natur braucht ihn, die Luft ist dadurch sauber, und ich bin nicht gewaschen, sondern eingegatscht.
Celje erreichte ich um 12 Uhr 49, das vorgebuchte Apartment um 13 Uhr 15. Allerdings war der Online-Check-in für 15 Uhr vorgesehen. Eine Anfrage für einen früheren Check-in wurde abgelehnt. Und so wartete ich im Regen vor dem Hauseingang, bis die frohe Botschaft per Mail ankam, dass der Code nun aktiviert wurde! Super!
Mein Rad steht im Eingangsbereich, mein Apartment ist im 1. Stock. WLAN funktioniert super! Meine Packtaschen und meinen Rollsack hab ich in der Dusche abgewaschen. Der Inhalt ist natürlich staubtrocken geblieben. Meine Regenjacken und meine Regenhose hängen zum Trocknen, meine Schuhe hab ich mit Klopapier vollgestopft und hoffe auf Trocknung bis morgen früh.
Ich hab auf googlemaps ein Café in der Nähe gesehen, auf dem Weg zum Café liegt außerdem ein Lidl, so dass ich Café mit Einkauf fürs Frühstück und meinen morgigen Proviant verbinden kann.
Das von mir angepeilte Café hatte nur Pizza, ich fand in der Innenstadt ein anderes Café und gönnte mir einen Kuchen und einen Espresso. Auf dem Rückweg stattete ich dem Lidl einen Besuch ab und kaufte Lebensmittel ein. Zurück im Apartment dachte ich mir, ich mach mir noch einmal eine Tasse Kaffee. In der Küche steht eine Espressomaschine, daneben ein paar Kapseln zur freien Entnahme. Ich füllte den Wassertank, legte eine Kapsel ein und drückte den Knopf. Die Kaffeemaschine begann auch gleich mit ihrer Aufgabe. Während der Kaffee lief, versuchte ich den Fernsehapparat anzuwerfen. Die Übung gelang mir tatsächlich! Ich drehte mich um, die Kaffeemaschine ratterte noch immer. Jesssssaaaaas ... die hat überhaupt nicht aufgehört. Die Tasse war übergegangen, die ganze Küche schwamm in Kaffee. Wie gibt's denn so etwas? Wieso schaltet die nicht ab wie jede andere Kaffeemaschine? Na ja. Die Küche ist wieder sauber, ich legte eine zweite Kapsel ein und blieb vor der Kaffeemaschine stehen. Ohne Kaffee geht bei mir gar nichts.
Fotos gibt's von der Innenstadt leider nicht. Die Altstadt wäre zwar interessant, aber der Himmel war auch ohne Regen tiefschwarz. Und die Dämmerung hatte auch schon eingesetzt.
Mittagessen: Pizzaecke bei einem Bäcker auf dem "Berg des Tages".
Übernachtung: RM Roma Studio - großes Apartment, ruhige Lage, Frühstück mach ich mir natürlich selbst!
Übernachtung: RM Roma Studio - großes Apartment, ruhige Lage, Frühstück mach ich mir natürlich selbst!
Abendessen: Kuchen mit Kaffee in einem Café in der Innenstadt.
Gesamtstrecke 62,13 km
Zeit in Bewegung 3 h 59'
Gesamtzeit 5 h 16'
Temperatur in der Früh 14 °C, tagsüber bis zu 19 °C
Zeit in Bewegung 3 h 59'
Gesamtzeit 5 h 16'
Temperatur in der Früh 14 °C, tagsüber bis zu 19 °C
Die Etappe begann mit Regen und sie endete mit Regen, dazwischen hat es auch geregnet - mal mehr, mal weniger.
Summe aller Steigungen: 547 m
Höhe Maribor: 280 m ü NHN
Höhe Celje: 239 m ü NHN
Höhe Maribor: 280 m ü NHN
Höhe Celje: 239 m ü NHN
















Bewundernswert.. Bei so einem Wetter weiterzufahren. Hätte schon Alternriven mit Bahn oder Mietauto gechecked
AntwortenLöschenSooo schnell geb ich nicht auf!
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